Momentan ist Yoga sehr populär.Yoga 36-11-2
Überall wird es angeboten, in diversen Medien darüber berichtet,
Ärzte, Physiotherapeuten, Stars und Nachbarn sind sich einig. Sie beschreiben die Yogapraxis als regelrechtes Wundermittel gegen Herz-Kreislauferkrankungen und für Kraft, Ausdauer, Balance, körperliches und geistige Beweglichkeit und innere Ruhe.

Aufgrund der hoch besungenen Loblieder kann man sich kaum vorstellen, dass Yoga vor ca. 5.000 Jahren von indischen Weisen entwickelt wurde.
Zu diesem Zeitpunkt interessierte man sich noch nicht für straffe Oberschenkel, Gewichtsabnahme, entspannte Rücken oder Stressabbau.
Vielmehr suchten die Gelehrten nach einer Methode, um Körper und Atem einzusetzen, um ihren Geist zur Ruhe zu bringen.
Nur, wenn uns das gelingt treten Gleichmut, Liebe, Mitgefühl und Lebensfreude zu tage.

Wir wollen die Präsenz im Moment fördern und zum Beobachter unserer gegenwärtigen Situation werden.
Das heißt, dass wir nicht länger endloser Gedankenschleifen ausgeliefert sind und uns nicht in unser eigenes Drama verstricken, sondern das Große und Ganze im Blick behalten.
Die Körperhaltungen (Asanas) und die Führung des Atems (Pranayama) setzen wir als konkrete praktische Hilfsmittel ein.
Wir bauen Bewusstsein auf und mit der Zeit lernen wir, dass Sinneseindrücke und Gefühle genau wie Zeitströmungen und unser Atem kommen und gehen und wir selbst entscheiden, was wir denken und womit wir uns in welcher Intensität beschäftigen.

Die Inhalte des Yoga sind universell und religionsunabhängig.
Es ist eine Methode und keine Lehre und kann daher mit den verschiedensten Lehren in Verbindung treten.
Egal woran jeder einzelne glaubt, kann man Yoga als eine Praxis bezeichnen, die uns in Berührung mit umfassenden ethischen Werten bringt.